21.03.2021

Der verfehlte Wums in der Bams

Vorab: Es geht mir hier nicht um die Frage der Notwendigkeit des Reisens, um ein inhaltliches Richtig oder Falsch der Aussage. Es geht allein um die Kommunikation.

Es gab mal einen Sozen, der pr├Ągte ein ÔÇ×Vers├Âhnen statt SpaltenÔÇť, das sich die Genossen bis heute gerne in Sonntagreden rot auf ihre Seele t├Ątowieren. Der Sonntags-Wums in der Bams von heute ist das Gegenteil davon. Scholz spaltet das Land in die angeblich Verantwortlichen und die angeblich Verantwortungslosen.

Haben wir von dieser Spaltung nicht schon genug? Warum gelingt es der Politik in dieser verdammt nochmal so wichtigen Corona-Kommunikation nicht, den Zeigefinger dort zu lassen, wo er seit den 70er Jahren p├Ądagogisch hingeh├Ârt, n├Ąmlich in der Hosentasche. Und rhetorisch ein ÔÇ×WirÔÇť zu kreieren, dass alle Einsichtigen und Willigen hinter einem gro├čen gemeinsamen Ziel vereint?

Wie das geht, lehrt die Rhetorik seit 2000 Jahren. In Neuseeland scheint man Cicero & Collegen auch heute gelesen und verinnerlicht zu haben. Dort gibt es im Kampf gegen Corona ein von der Regierung initiiertes und kommuniziertes starkes und ├╝berzeugendes Wir. Und keinen Fingerzeig auf ÔÇ×die daÔÇť. SO geht Rhetorik!

Das gleiche Ziel kann man v├Âllig anders und viel wirkungsvoller kommunzieren, als der Finanzminister das tut. Und das w├╝rde jeder verantwortliche Leader in einem Unternehmen auch anders machen. Geht! Versprochen! Kann man lernen!

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